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Ausflug zur Partnergemeinde Zalaháshágy in Ungarn (2007) Drucken
Montag, den 21. Juli 2008 um 17:32 Uhr
Überwältigt von Ungarn


Besuch der Stahlhofener in Zalaháshágy war von großer Gastfreundschaft und Herzlichkeit geprägt

Vier Tage lang weilten etwa 30 Stahlhofener zu einem Partnerschaftstreffen in Ungarn. Es war ein Besuch, durch den bestehende Freundschaften vertieft und neue geschlossen werden konnten.

ZALAHASHAGY. Vollgepackt mit vielen neuen Eindrücken aus dem Partnerschaftsdorf Zalaháshágy begab sich eine 30-köpfige Delegation aus Stahlhofen am Wiesensee auf die Rückreise in den Westerwald. Hinter ihnen lagen vier Tage, die vor allem von Gastfreudschaft und von der Herzlichkeit der ungarischen Freunde geprägt waren.


Seit dem Jahr 1999 unterhält die Wiesenseegemeinde freundschaftliche Kontakte zu einem kleinen Straßendorf in Ungarn, das etwa 70 Kilometer vom Balaton entfernt liegt. Doch noch bevor im Jahr 2003 die Partnerschaftsurkunde offiziell unterschrieben worden war, setzte ein reger Kontakt ein. Und so war der Besuch in Zalaháshágy nur ein weiterer Höhepunkt in einer kleinen Erfolgsgeschichte von zwischenmenschlichen Beziehungen über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg.   

Bei einem feierlichen Waldgottesdienst brachte der Singkreis mit seinem Dirigenten Helmut Weis sein deutsches Liedgut den angereisten Pilgern eindrucksvoll näher. Bei einem offiziellen Partnerschaftsabend wurden die guten Beziehungen betont und Gastgeschenke ausgetauscht. So hatte Stahlhofens Bürgermeister Günther Raspel eine Luftaufnahme von seiner Gemeinde mit dem deutschen "Mini-Balaton" (gemeint war der Wiesensee) mitgeführt, das er an Josef Büki, den Bürgermeister von Zalaháshágy, überreichte. Für die deutschen Besucher gab es weiße und graue T-Shirts mit dem Dorfwappen. Als Dolmetscherin fungierte Anna Balogh aus Westerburg.

Den Frauen des Ortes gebührte ein ganz besonderer Dank der Stahlhofener, denn diese machten ihre Gäste während des Besuches mit den Vorzügen der ungarischen Küche bekannt und hatten - was die Organisation der Mahlzeiten anbetraf, Großes geleistet. So war es schließlich auch nicht verwunderlich, dass manches Rezept notiert wurde und nun am heimischen Westerwälder Herd ausprobiert werden soll.

Auffällig war auch, dass gerade viele junge Ungarn Interesse an dem länderübergreifenden Treffen zeigten. Sie vermissten jedoch den einen oder anderen Jugendlichen in den deutschen Reihen. Es hätten schon ein paar mehr sein können, meinten sie. Das, so versprach Günther Raspel, werde sich bei den künftigen Treffen ändern und regte einen separaten Jugendaustausch an.
 
Am Morgen der Abreise zogen alle gemeinsam zur Dorfkirche, die im Jahr 2006 mit Hilfe von EU-Geldern, mit vielen Spenden und in Eigenleistung renoviert worden war, um dort noch einmal den Liedern des Singkreises und seines Dirigenten zu lauschen. Zurück am Kulturhaus hieß es Abschied nehmen. Die Ungarn, so war zu hören, freuen sich schon auf ihren Gegenbesuch am Wiesensee. Der soll im kommenden Jahr stattfinden und wird, was zu erwarten ist, sicherlich nicht weniger herzlich ausfallen als der Besuch in Zalaháshágy.

Weitere Bilder:

Drei Säulen lokaler ungarisch-deutscher Partnerschaft: Stahlhofens Ortsbürgermeister Günther Raspel (Bildmitte) mit seinem Amtskollegen Josef Büki (rechts) und Dr. Tibor Salamon  Nach vier erlebnisreichen Tagen hieß es schließlich Abschied nehmen. Im kommenden Jahr werden die Menschen aus Zalaháshágy in Stahlhofen zu einem Besuch erwartet. Der Singkreis von Stahlhofen brachte unter der Regie seines Dirigenten Helmut Weis bei einem Festgottesdienst an einer Waldkapelle verschiedene Lieder zu Gehör. Während der gesamten Reise war der Chor immer wieder zu verschiedenen Anlässen zu hören Die zwölfjährige Anna war bei fast allen Veranstaltungen mit großem Interesse dabei. Ein Blick auf die Internetseite von Stahlhofen, auf der sich auch ein WZ-Bericht befindet. Der Jugend gehört die Zukunft. Bei dem Besuch wurde deutlich, dass hier verstärkt Aktivitäten einsetzen müssen, damit die Partnerschaft auf Dauer Bestand hat. Günther Raspel überreichte seinem ungarischen Amtskollegen   Josef Büki eine Luftbildaufnahme von Stahlhofen als Gastgeschenk. Stolz zeigt es Büki den versammelten Zuschauern. Eine Aktive des Singkreises vor dem Stahlhofen-Schild, das den Festsaal im Kulturhaus von Zalaháshágy ziert. Auf die Sänger warteten zahlreiche Auftritte während der Partnerschaftstage. Die Renovierung der Dorfkirche wurde zum Teil mit EU-Geldern finanziert. Auch der Besuch eines Festspiels auf der imposanten Burg Sümeg   an der F 84 zwischen Balaton und Sopron gehörte mit zum Programm der Besucher aus Stahlhofen.  Im Anschluss gab es für die Westerwälder eine Führung durch die alte Burganlage. Krisztina Galambos (links) führt zusammen mit ihrer Mutter an der Dorfstraße in Zalaháshágy einen kleinen Kaufmannsladen und eine Gaststätte. Empfang am Flughafen Balaton. Für die Frauen der Stahlhofener Delegation hatten die ungarischen Freunde Blumen mitgebracht - was die Westerwälder als schöne Geste empfanden.

 

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